Der dritte Teil von Dancing the Dance ist online! Wir untersuchen den Tanz des Tanzes mit seinen Institutionen. Die Theater- und Tanzwissenschaftlerin Nicole Haitzinger erörtert die Geschichte der Institutionalisierung dieser Kunstform mit verblüffenden Fakten und in einem weiten Bogen von der Anfangszeit des Balletts bis zur Gegenwart. Und eine der wichtigsten Figuren der zeitgenössischen TanzkuratorInnen-Szene, Sigrid Gareis, Gründungsintendantin des Tanzquartier Wien und zur Zeit vielbeschäftigte Freelancerin, gibt einen aufschlussreichen Ausblick auf den aktuellen Stand der Diskussion um den Begriff des Kuratierens in der darstellenden Kunst.
Was heißt Tanz? In Begriff und Definition von Tanz in 50 Sprachen auf Wikipedia führt eine von Helmut Ploebst erstellte Liste ein. Und Jack Hauser hat zusammen mit Thomas Ballhausen eine erste Laterne gebaut – aus Schundheft-Covers, in deren Titeln das Wort Tanz aufscheint. Institutionalisierung, Kuratierung, Sprache und Listen ermöglichen die Vergegenwärtigung von Tanz.
Der Abschluss einer Erörterung darüber, was Tanz heute ist, hat mit „Dancing the Dance“ ein Open End.
Wer aber nun denkt, corpus hätte das Thema mit diesem Open End bereits abgehakt, wird vielleicht überrascht darüber sein, dass dieser Schwerpunkt damit noch nicht fertig ist. Im Gegenteil. Die Katze ist noch nicht wirklich aus dem Sack. Es gibt noch einen Rest. Und den werden wir 2011 präsentieren, wenn sich corpus noch tiefer als bisher in jene Bereiche vorwagt, die den zeitgenössischen Tanz speisen, in die Banlieues des Tanzens, an die Grenzen zwischen Form und ihrem Gegenteil, in die Korona der Kunst. Am 1. Januar 2011 um 20.11 Uhr geht es los!
Bis dahin publiziert corpus zusammen mit dem Münchener epodium Verlag noch das von Helmut Ploebst und Nicole Haitzinger herausgegebene Buch „Versehen. Tanz in allen Medien“ – und einen nächsten Themenschwerpunkt. Unter dem Titel „Ein Schritt ein Schnitt. Choreografie, Archiv und Medien“, koordiniert von Thomas Ballhausen, Mitarbeiter des Filmarchiv Austria, in dessen Räumen am 25. Oktober, 19.00 Uhr, auch die Buchpräsentation von „Versehen“ stattfindet.
Noch ein Tipp zum Thema KURATIERUNG: Die wunderbare Zeitschrift FRAKCIJA stellt am 6. November 2010 seine neue Ausgabe unter dem Titel „On curating performing arts“ vor. Zu bestellen unter
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, Preis: nur 11 Euro plus Porto. (red)
(12.10.2010)
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