lawine torrèn/Hubert Lepka:
was beschäftigt uns in der bewegungskunst? wie lässt sich tanz definieren?
außerhalb kultureller grenzmarkierungen ist choreographie nichts als strukturierte bewegung in raum und zeit.
tja, raum und zeit muss weggekürzt werden, da allein bewegung die beiden koordinaten raum und zeit bereits impliziert. strukturiert ist jede bewegung überdies ebenfalls, also muss die struktur als definitionsmerkmal wieder raus. am ende hieße die gleichung choreographie = bewegung. jedes elementarteilchen seine eigene choreographie? ein glatter pleonasmus, der nirgendwo hinführt.
also anderer ansatz: choreographie ist information in der bewegung, die beim rezipienten etwas auslöst, eben eine kognitive oder emotionale information, empathie, kinästhetische empfindung, gegenübertragung. wäre natürlich zu fragen, wie der rezipient in der einen oder anderen art konditioniert wird, aber hier gehts sicher ein stück weiter. plötzlich sind aber die teddies aus dem choreographischen raum nicht mehr ausgeschlossen. denn das ginge auf gar keinen fall, wenn man bedenkt, dass wir als kinder ohne weiteres alle bewegungen unseres teddies vollkommen verstehen konnten. dann müssen aber auch die krane drin bleiben, pferde und die bremsen, die autos, die fluzeuge, schließlich alle maschinen und beweglichen teile. denn diese sind auf keinen fall weniger lebendig im umgangssprachlichen sinn und können in ihrer emotionalität durch gegenübertragung verstanden werden.
bei lawine torrèn ginge es folglich nicht nur um die erforschung und lesung der bewegungsästhetischen »sprechweise« von menschen und maschinen, sondern auch um deren erschaffung, erweiterung und um hinzufügungen zur universalen bibliothek des seienden. vorerst.
lawine torrèn/hubert lepka presents dinner mit jérôme in the republic café july 17, 18 and 19 at 8pm
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