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VERSION VOM 16.08.2009 MIT BEDIENUNGSANLEITUNG
Ein Gratisservice von corpus, das unseren LeserInnen einen dreifachen Zeitgewinn bringt: Denkzeit, Spielzeit und Tanzzeit. Frisch publizierte Texte werden mit solchen vermischt, die bereits seit einiger Zeit im corpusGedächtnis gespeichert sind. Und alle Texte enthalten einen Bezug zur Zeit, entweder direkt oder als Metadiskurs, ganz im Sinn des Tanzes als einer Kunst, die sich über Zeitmodelle konstruiert.
Diese Zeitmaschine kann nur über die Links in diesem Index bedient werden, die Texte selbst befinden sich in den für sie vorgesehenen Rubriken oder in den Falten und Weiten des wogenden WWW. Kurze Kommentare weisen darauf hin, welche Rolle das jeweilige Bauelement in der Zeitmaschine spielt.
Mit der Zeit wird sich diese Zeitmaschine immer wieder anders und neu zusammensetzen, sie wird sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen und so auch ein wenig Tanzmaschine sein.
Maschine 1.1 (Version 16.08.2009)
Vier theatercombinat-Reviews als Preview Krõõt Juuraks und Ralo Mayers vergangene Zukunft Katherina Zakravsky filzt ihr Leben mit Lux Flux Julius Deutschbauer sah Wim Vandekeybus nicht Danscience Fiction: eine Zeitreise Woodstock - das Homevideo zum 40. Jahrestag Die Falken tanzten den Sozialismus Eine Rakete mit Mata Hari und Bruce Lee Wolfgang Meisenheimer läßt den Raum in der Zeit verschwinden Mathilde Monniers Weg zur Geschichte über die Kopie
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Perserräume und Chorteppiche REVIEW #1 DER "TRAGÖDIENPRODUZENTEN 2009" THEATERCOMBINAT IN DER WIENER ANKERBROTFABRIK Von Bettina Hagen Nach einem „Bambiland's Day“ am 11. September (!) in Düsseldorf zeigt das Wiener theatercombinat vom 14. bis 28. Oktober 2009 ein „Tragödienproduzentenmultihybrid“ in der Wiener Ankerbrotfabrik als „Höhepunkt des Jahres“. Im Vorfeld publiziert corpus in Etappen eine Rückschau auf das Projekt „Tragödienproduzenten 2009“, das von theatercombinat in vier Reviews von März bis Juni durchgeführt wurde: „Perser Review“, „Coriolan Review“, „Phèdre Review“ und „Bambiland Review“. in ZUNGE: KRITIKEN / ANALYSEN Zum Index
Diesseits der Hermeneutik, Genossinnen! ZEITGENOSSENSCHAFT ALS STOTTERNDES KINO VERGANGENER ZUKUNFT BEI KRÕÕT JUURAK UND RALO MAYER Von Fahim Amir Die Performance „multiplex fiction. A text is a list of effects of being exposed to the vacuum of outer space und eine Parataxe ist eine in sich selbst faltende Falle. Readings of The Ninth Biospherian“ ist eine Science Fiction-Choreografie, über die sich Amir aus einer zeitlichen Distanz heraus Gedanken macht. (Was tun Revolutionäre eigentlich in nicht-revolutionären Zeiten?) in ZUNGE: ANALYSEN / KRITIKEN Zum Index
Merkwürdige Intensität LUX FLUX "FILZEN" IM TANZQUARTIER WIEN Von Katherina Zakravsky Die Autorin arbeitet erst einmal ihre Vergangenheit als Kollaborateurin des legendären Wiener Kollektivs Lux Flux auf, bevor sie in die Gegenwart des Mai 2009 kommt und ihre Gedanken über die jüngste Arbeit ihrer einstigen KomplizInnen notiert. in ZUNGE: ANALYSEN / KRITIKEN Zum Index
Ungesehene Aufführungen (9) "NIEUWZWART" VON WIM VANDEKEYBUS BEI IMPULSTANZ 09. SCHON WIEDER EINE AUFFÜHRUNG, DIE ICH NICHT GESEHEN HABE Julius Deutschbauer schildert die Biografie seiner Akne rosacea durch die Lupe von Wim Vandekeybus' neuem Stück „nieuwZwart". Wieder eine Aufführung, die Julius Deutschbauer nicht gesehen hat. Wieder ein Ereignis, von dem er sich räumlich und zeitlich distanzierte. in ZUNGE: ANALYSEN / KRITIKEN Zum Index
Danscience Fiction THE LOST WORLD III. RAISE OF THE FIFTH WORLD Von Rita Monteve Die Autorin schildert mit Bezug auf die Kuratierung „(Precise) Woodstock of Thinking“ des Tanzquartier Wien im Herbst 2008, wie der Tanz in Zukunft aussehen könnte. Zwei Zeitreisende kommen in der Vergangenheit des Jahres 2058 an, das für uns noch in der Zukunft liegt. Dort finden sie nicht nur heiß begehrte Daten, sondern auch die gerade aktuellsten Formen des Tanzes. in WIRBELSÄULE: HISTORY Zum Index
Woodstock-Homevideo Vom 15. bis 17. August 1969 ereignete sich in Bethel, N.Y., das Woodstock-Festival. Und es tanzte auch die Kamera: corpus hat auf YouTube ein Homevideo von der Wiese gefunden! Ein Blick in die Choreografie der Menge. http://www.youtube.com/watch?v=AJZW66HFIEI Zum Index
Tanz den Sozialismus Im Oktober 2008 lockten die Falken, die Sozialistische Jugend Deutschlands zu einem Sozialismuskongreß unter dem Titel „Tanz den Sozialismus“. Es ging um einen Neubeginn in der Kommunikation und Diskussion der Falken untereinander, Oskar Negt sprach, und in einem „Tanzsaal der guten Ideen“ sollten „die Verhältnisse zum Tanzen gebracht“ werden. Der Weg des Sozialismus vom martialischen Marschieren zum dynamischen Tanz, das ist ein Fortschritt! http://www.wir-falken.de/mitmachen/08_sozialismuskongress/1003020.html#7 Zum Index
Rakete 21-20 Ein jeweils realistisches Modell von phantastischer nationaler Unreinheit und kultureller Vermischung. Ein nymphischer Countdown zu EAST WINGS von Jack Hauser und David Ender Paris 1905 - Mostar 2005. Zwischen Mata Hari und Bruce Lee, Tanz und Martial Arts, Fake und Fiktion rast Hausers und Enders Rakete hin und her. Ein Modell für Sprunghaftigkeit im Lesen von Zeiterscheinungen. in RAKETE Zum Index
Aus einem Lab in unserer Zeit MATHILDE MONNIERS LABORATORIUM "COPIED" IM TANZQUARTIER WIEN Von Heidi Wilm Eine junge Tänzerin hat an Monniers Labor teilgenommen und berichtet darüber, wie über die Idee des Kopierens Referenzgebäude entstehen und wie sehr sich in jüngerer Zeit das Verhältnis der zeitgenössischen Choreografie zu seinen historischen Zusammenhängen verändert hat. in SCHUH: TECHNÉ Zum Index
Verschwinden des Raums in der Zeit WOLFGANG MEISENHEIMER: "CHOREOGRAFIE DES ARCHITEKTONISCHEN RAUMES" Von Elke Krasny „Die zeitliche Dimension des Hier und Jetzt in der handlungssetzenden Bewegung, die den Raum als Szene erzeugt, verbindet sich in der Wahl der Beispiele und der Setzung der Abbildungen mit dem Anspruch des Überzeitlichen und Weltkulturellen. Auf diesen Seiten schlägt nicht der Motor der Differenz, der das Kulturelle immer als Unterschied markiert, sondern die assoziative Verbindbarkeit von allem mit allem. So gelesen, wird aus der Welt wieder ein großer Ort mit vielen unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten jenseits von Globalisierung und Postkolonialismus, diesseits von turboähnlichem Spätkapitalismus und rasanter Star-Architektur.“ in ZUNGE: THEMEN Zum Index
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