|
|
Rakete 19-11 |
|
19. The Last Movie
USA, 1971. Regie: Dennis Hopper. Drehbuch: Dennis Hopper, Stewart
Stern. Produktion: Michael Gruskoff, Paul Lewis, Bob Rafelson. Kamera:
Lászlo Kovács. Schnitt: Dennis Hopper, David Berlatsky, Antranig
Makakian. Musik: Steven Darden, Chabuca Granda, Kris Kristofferson,
John Buck Wilkin. Darsteller: Dennis Hopper (Kansas), Stella Garcia
(Maria), Julie Adams (Mrs. Anderson), Tomas Milian (Priester), Don
Gordon (Neville Robey), Roy Engel (Harry Anderson), Donna Baccala
(Andersons Tochter), Samuel Fuller (Regisseur), Toni Basil (Rose),
Peter Fonda (Junger Sheriff), Henry Jaglom (Sohn des Pfarrers), Kris
Kristofferson (Balladensänger), Michelle Phillips (Bankers Tochter),
Richard Rust (Pico), John Phillip Law (Kleiner Bruder), Dean Stockwell
(Billy). Farbe. 106 Min. |
 |
 |
18."We fake everything", versucht Kansas den Dorfbewohnern die
Funktionsweise des Films näher zu bringen. Doch ihnen – und das geht
auf eine reelle Beobachtung Hoppers während der Dreharbeiten zu "Die
vier Söhne der Katie Elder" zurück – wird der Unterschied zwischen
Realität und Film nicht klar. Sie bauen sich aus Bambus die
Filmausrüstung nach: Kameras, Tonangeln, Scheinwerfer. Die Dorfbewohner
simulieren zwar den Vorgang des Filmemachens, den Einsatz der Technik,
scheuen aber nicht davor zurück, die Bühne vor der Kamera realiter
nachzubilden. Und so kommt es zum infernalischen Chaos: Die
Dorfbewohner drehen ihre eigenen Filme mit Bambuskameras, schlagen sich
dabei aber zu Boden und fackeln ihre Häuser ab. Der Priester (gespielt
von Tomas Milian), der sich anfänglich im Film beschwerte, dass die
nachgebaute Filmkirche ebenso spiritueller Hort für die Bevölkerung
sei, wie das alte Kirchengebäude im Dorf, bittet Kansas um Hilfe – und
dieser wird plötzlich Mittelpunkt des Interesses der Bambus-Filmcrew.
Er soll als Opfer für den Film hingerichtet werden. |
17. Am 15. August 1958, Jean Rouch war gerade in Togo, erhielt er ein
Telegramm, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass am kommenden Sonntag eine
grosse Hauka-Zeremonie stattfinden sollte. Rouch hatte bereits früher
einige Hauka-Zeremonien beigewohnt, die alle sehr gewalttätig waren, -
diese würde allerdings die erste sein, in der - aus rituell sehr
einsichtigen Gründen - ein Hund geopfert und verzehrt werden sollte.
Man bewegte sich an der Grenze des Möglichen, unentwegt, unentwegt,
unentwegt.
|
 |
 |
16. Als es Abend wurde fuhr die Crew nachhause, hinab nach Accra,
mit ihnen, erinnert sich Jean Rouch, Gherba, der während des Rituals
vom "Lokomotivführer" ergriffen worden war, und Rouch beschloss,
dieselben Leute am nächsten Morgen, während ihrer alltäglichen Arbeit
noch einmal aufzusuchen. Diese Überlegungen waren kompensatorisch: Lam
und Damouré und auch Rouch waren sehr mitgenommen von dem Ereignis und
wollten wissen, wie es sich auf die Teilnehmer auswirkt.
|
| 15. Als es Abend wurde fuhr die Crew nachhause, hinab nach Accra,
mit ihnen, erinnert sich Jean Rouch, Gherba, der während des Rituals
vom "Lokomotivführer" ergriffen worden war, und Rouch beschloss,
dieselben Leute am nächsten Morgen, während ihrer alltäglichen Arbeit
noch einmal aufzusuchen. Diese Überlegungen waren kompensatorisch: Lam
und Damouré und auch Rouch waren sehr mitgenommen von dem Ereignis und
wollten wissen, wie es sich auf die Teilnehmer auswirkt.
|
 |
|
14. Als Chabrol den Film bei Braunberger sah, der ihn herausbringen wollte,
war er begeistert - über den Regiseur! Er fand die Szenen hervorragend
gestellt! Chabrol glaubte, es handele sich um einen Spielfilm. |
| 13. Jean Rouch: Der Titel, den ich erst später gewählt habe, hält eine wesentliche Ambiguität fest: Les maîtres fous sind zum einen die Herren des Windes, der den Wahnsinn mit sich führt und zum anderen sind wahnsinnig, verrückt nicht jene, die tanzen, sondern die Herrn, die Weissen. Ich habe den Afrikanern, die den Film ablehnten, erklärt, dass dieser Film in erster Linie ein Film über uns, die Weissen ist, über das Bild, das die Afrikaner sich von uns machen. |
|
|
12. Maîtres fou ist, aus Maîtres fou spricht die Stimme Dionysos, die Stimme
des Imaginären in unserer Gesellschaft. Und in Zukunft werde ich mit
Kameras, die es noch zu bauen gilt, weiter in diese Richtung gehen. |
|
11.
|
|
Ein nymphischer Countdown
von Jack Hauser und David Ender |
|
|
|